4. bis 8. Mai 2026
04/05/2026
Die Initiative ruft ein immer grösseres Echo hervor»

Vom 4. bis 8. Mai findet zum vierten Mal die Woche der Berufsbildung statt - eine schweizweite Initiative von 23 Kantonen und rund 40 lokalen Radio- und TV-Stationen. Remo Grossenbacher von der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz erklärt, was 2026 geplant ist.

Rolf Marti

Was ist die Woche der Berufsbildung und welche Ziele verfolgt sie?
Die Woche der Berufsbildung macht die Möglichkeiten, die Stärken und die Vielfalt der Berufsbildung für eine breite Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar. Sie wird von den Kantonen getragen und vom Bund unterstützt.

23 Kantone und rund 40 Medienpartner - meist lokale Radio- und TV-Stationen - machen mit. Welchen Mehrwert bringt diese Partnerschaft?
Die Kooperation zwischen Kantonen und Lokalmedien macht aktuelle Themen der Berufsbildung anhand regionaler Geschichten erlebbar - eine grosse Stärke der Aktion. Neben Radio- und TV-Kanälen beteiligen sich auch Online-Plattformen und Printmedien. Zudem informieren wir über Social-Media. So erreichen wir unterschiedliche Zielgruppen und insgesamt eine breite Öffentlichkeit.

Die Woche der Berufsbildung arbeitet mit weiteren Partnern zusammen - beispielsweise Movetia und SwissSkills. Welche Rolle spielen sie?
Movetia, die nationale Agentur für Austausch und Mobilität im Bildungsbereich, vermittelt den Medienpartnern Kontakte zu Lernenden, die ein Praktikum in einer anderen Sprachregion oder im Ausland absolviert haben. SwissSkills vermittelt Kontakte zu Berufschampions, also jungen Berufsleuten, welche an nationalen oder internationalen Meisterschaften teilgenommen haben oder sich auf die bevorstehenden WorldSkills 2026 in Shanghai vorbereiten. So entstehen spannende Geschichten mit jungen Berufsleuten aus der jeweiligen Region. 2025 sind allein mit Berufschampions über 30 Reportagen entstanden.

Ein weiterer Partner ist die Berufsorientierungsplattform «Lehrberufe Live!». Was trägt sie zur Woche der Berufsbildung bei?
«Lehrberufe Live!» sendet Videostreams aus Lehrbetrieben in die Klassenzimmer der Oberstufen. In den Streams stellen Lernende ihre Lehre vor. So erhalten Schülerinnen und Schüler authentische Einblicke in verschiedene Berufe. Zudem können sie im Live-Chat Fragen an Berufsbildende stellen. Dank «Lehrberufe Live!» erreichen wir eine für uns wichtige Zielgruppe: Jugendliche im Berufswahlalter.

Können sich auch Lehrbetriebe oder Berufsfachschulen an der Aktion beteiligen?
Ja. Die Woche der Berufsbildung schafft eine mediale Präsenz, von der die Akteure der Berufsbildung profitieren können. Interessierte Betriebe oder Schulen melden sich beim Berufsbildungsamt ihres Kantons. Denkbar sind beispielsweise Tage der offenen Tür, Informationsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler oder mediale Beiträge.

Die Woche der Berufsbildung findet zum vierten Mal statt. Zuvor gab es den Tag der Berufsbildung. Was hat die Ausweitung von einem auf mehrere Tage gebracht?
Die mediale Präsenz konnte deutlich gesteigert werden - in Bezug auf die Anzahl Beiträge wie in Bezug auf die thematische Breite. Zudem entstehen immer mehr regionale Aktivitäten wie die erwähnten Tage der offenen Tür oder Netzwerkanlässe für Fachleute. Kurz: Die Initiative ruft ein immer grösseres Echo hervor, was wiederum zu mehr Aktivitäten von Kantonen, Medienhäusern und weiteren Akteuren führt.

Warum lohnt es sich, während der Woche der Berufsbildung Lokalradio zu hören?
Man erfährt aus erster Hand, was die Berufsbildung so faszinierend macht und welche Chancen sie jungen Menschen bietet. Lernende und Berufsbildende sowie Verantwortliche aus Lehrbetrieben, Berufsfachschulen, Behörden und Politik kommen zu Wort. Hinhören lohnt sich.